Stiftung Haaß

Haaß-Talk

Im Rahmen des Haaß-Talks wird jedes Jahr ein Gastredner eingeladen, der zu einem aktuellen Thema referiert. Anschließend können sich die Teilnehmer bei einem informalen Get-together weiter austauschen.

Haaß-Talk 2018

Redner:

Gerd Giegerenzer

Thema:

Digitalisierung

Inhalt:

Prof. Gerd Gigerenzer ist Direktor des Harding-Zentrums für Risikokompetenz am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Er war vorher u. a. Direktor des Zentrums „Adaptive Behavior and Cognition“ (ABC) am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und am Max-Planck-Institut für Psychologische Forschung, München, Professor an der University of Chicago und John M. Olin Distinguished Visiting Professor an der School of Law der Universität von Virginia. Darüber hinaus ist er Mitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften (Leopoldina) sowie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Sciences und der American Philosophical Society. Er ist Ehrendoktor der Universität Basel und der Open University of the Netherlands sowie Batten Fellow an der Darden Business School der Universität von Virginia. Er hat zahlreiche Preise erhalten, darunter den Preis der American Association for the Advancement of Science (AAAS) für den besten Zeitschriftenartikel in den Verhaltenswissenschaften, den Preis der Association of American Publishers für das beste Buch in den Sozialwissenschaften sowie den Deutschen Psychologie-Preis und den Communicator-Preis. Seine mehrfach ausgezeichneten Sachbücher Das Einmaleins der Skepsis, Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten und Risiko: Wie man die richtigen Entscheidungen trifft wurden in 21 Sprachen übersetzt. Zu seinen Fachbüchern gehören Simple Heuristics that Make Us Smart, Rationality for Mortals, Simply Rational und Bounded Rationality (mit R. Selten, Nobelpreisträger der Ökonomie). In Bessere Ärzte, bessere Patienten, bessere Medizin (mit Sir Muir Gray) zeigt er, wie mit besserer Risikokompetenz von Ärzten und Patienten eine bessere Gesundheitsversorgung für weniger Kosten erreicht werden kann.  Mit der Bank of England arbeitet er an dem Projekt „Simple heuristics for a safer world.“ Er trainiert Manager, amerikanische Bundesrichter und deutsche Ärzte und in der Kunst des Entscheidens und im Umgang mit Risiken und Unsicherheiten.

Haaß-Talk 2017

Redner:

Prof. Dr. Harmen Oppewal

Thema:

Das Verhalten von Konsumenten ist (un)ergründlich

Inhalt:

In einigen Einkaufssituationen sind sie uninteressiert, obwohl ein detailliertes Wissen für eine gute Entscheidung essentiell ist. In anderen Situationen verlieben sie sich in ein Unternehmen, ohne dass sie einen ökonomischen Nutzen davon haben. Dieses Paradox zu beleuchten, war das zentrale Ziel von Prof. Dr. Harmen Oppewal, bei seiner Gastvorlesung im Juni 2017 für Studierende und Forscher der TU Kaiserslautern. Der Wirtschaftswissenschaftler und Psychologe von der Monash University in Melbourne war auf Einladung der Haaß-Stiftung sowie der Fachbereiche Sozialwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften an die TU gekommen. Anhand von zahlreichen eigenen Studien verdeutlichte er die psychologischen Einflüsse, die unser alltägliches Einkaufsverhalten bestimmen. Inhaltlich ging Prof. Oppewal unter anderem der Frage nach, wie es Konsumenten durch geschickte Preisgestaltung erleichtert werden kann, in immer komplexeren Einkaufssituationen die richtige Einkaufsentscheidung zu treffen. Zudem stellte der australische Forscher vor, wie es kommerzielle Einrichtungen schaffen können, dass Konsumenten eine emotionale Bindung zu ihnen aufbauen, die nur mit dem Gefühl des zuhause seins verglichen werden kann. In seinen Ausführungen berichtete der Forscher vom Einsatz neuer Blickaufzeichnungstechnologien und von Echtzeitbeobachtungen im Supermarkt, und zog das Publikum damit interessiert in seinen Bann. Der Gastvortrag war zudem durch eine aktive Interaktion mit dem Publikum gekennzeichnet. So entwickelten sich zwischen Prof. Oppewal und Forschern der heimischen Universität spannende Diskussionen, die auch für neue Kooperationen einen Startpunkt bilden können.

Haaß-Talk 2016

Redner:

Mark R. Runco

Thema:

10 Key Findings from Creativity Research and Implications for Education, Business and Everyone

Inhalt:

Research on creativity is expanding at an unprecedented pace. Our understanding of creativity is growing, with a multitude of implications for education, business, and various other applied areas. This presentation points to a set of the more important findings from the recent research. It explores implications of each. The main points to be made include the following: (1) There are domain differences in creativity, though some evidence of universals as well, and some discussion of new domains (e.g., Technological Creativity). (2) The idea of brain localization no longer plays a large role in studies of creativity. Now the interest is in Systems. (3) It is not easy to study Intuition, but several creative methodologies confirm that Intuition can contribute to the creative process. (4) Problem finding is more important than problem solving, at least for many creative performances. (5) There are lifespan changes in creativity, including several slumps, both in childhood and adulthood, but it may be that these can be minimized. (6) Creativity does not depend on IQ or intelligence. In fact, there is often a “cost of expertise.” (7) One important indicator of creative potential is the capacity to generate and judge ideas, and ideas may be useful in every domain, though the idea itself may take different forms. (8) Settings and context have a huge impact on the fulfillment of creative potential and on the expression of creative ideas. There are several commonalities that apply to all levels–the home, the school, the organization, culture. (9) Paradoxes are good. They often stimulate creative thinking. (10) Dopamine has been related to creative potential, in a limited way, which does imply a genetic basis for creativity.

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